Die Risiken bei der Geldanlage – Emittentenrisiko, Kursrisiko, Wechselkursrisiko,  Zinsrisiko

Die Risiken bei der Geldanlage – Emittentenrisiko, Kursrisiko, Wechselkursrisiko, Zinsrisiko

Arbeitet man sich ein wenig in die Materie der Geldanlage ein, so stolpert man relativ schnell über die unterschiedlichsten Wertpapiere. Neben den ganz klassischen Anlageklassen gibt es eine Menge von fortgeschrittenen Produkten. Diese weisen die unterschiedlichsten Strukturen von Chancen und Risiken auf.

In diesem Text möchte ich mich einmal näher mit den allgemeinen Risiken bei der Geldanlage beschäftigen.

Was ist ein Risiko?

Unter einem Risiko versteht man in Verbindung mit der Geldanlage prinzipielle Unsicherheiten über die zukünftige Entwicklung einer möglichen Anlageentscheidung. Es handelt sich dabei um Risiken, welche durch die Informationsunsicherheit gegeben sind. Ein Anleger ist nicht vollständig in der Lage abzuschätzen, wie sich die Zukunft entwickelt und somit immer Unsicherheiten ausgesetzt.

Welche Risiken gibt es?

Für den Anleger gibt es, je nach Anlageklasse, unterschiedlich wichtige Risiken, die er bei seinen Entscheidungen beachten sollte. Prinzipiell setzt sich dieses jedoch aus vier einzelnen Risiken zusammen, die zusammen das Gesamtrisiko einer Anlageklasse bilden. Im folgenden möchte ich diese vier Risiken erst einmal allgemein behandeln, bevor ich dann auf die speziellen Risiken der einzelnen Anlageklassen eingehe.

Kursrisiko

Ein Kursrisiko geht man bei der Geldanlage immer dann ein, wenn der Kauf- bzw. Verkaufskurs nicht festgeschrieben ist. Während dem Besitz besteht fortwährend das Risiko, dass der Preis fällt und man beim Verkauf weniger als den Ankaufkurs zu bekommen. Analog kann natürlich auch ein Gewinn durch steigende Preise des Gutes erzielt werden.

Zinsrisiko (Zinsänderungsrisiko)

Ein Zinsrisiko geht auf die Änderung der Leitzinsen der Zentralbank zurück. Diese regeln mit ihren Zinssätzen die aktuellen Renditen der festverzinslichen Wertpapiere. Ändert sich dieser, so werden die Renditen der alten Papiere nicht angepasst, es ändert sich aber der aktuelle Handelskurs.

Alte Papiere können somit eine niedrigere Rendite erzielen und dem Anleger entgeht somit ein Teil der aktuellen durchschnittlichen Marktrendite.

Wechselkursrisiko

Ein Wechselkursrisiko geht man ein, wenn man sein Geld in einem anderen Währungsraum anlegt. Bei dem Kauf und Verkauf des Wertpapiers werden die Preise von ausländischen Wertpapiere mit den aktuell gültigen Wechselkurs umgerechnet. Dieser Kurs ist jedoch in der Regel nicht festgeschrieben und ändert sich somit normalerweise zwischen An- und Verkauf eines Wertpapiers.

Das Risiko besteht nun darin, dass der Wechselkurs bei dem Verkauf schlechter als bei dem Verkauf ist. Der Anleger bekommt daher weniger für die gleiche Summe in der Fremdwährung als vorher.

Natürlich ist dieses Risiko auch eine Chance. Bei positiver Entwicklung kann der Anleger einen zusätzlichen Gewinn erzielen.

Emittentenrisiko

Neben diesen offensichtlicheren Risiken gibt es aber auch noch ein weiteres, welches öfter einmal gerne unter den Tisch gekehrt wird. Betroffen von diesem sind eher die komplizierteren Finanzprodukte, von denen man aber sowieso eher die Finger lassen sollte.

Der Vollständigkeit halber möchte ich dieses hier aber auch aufführen. Bei diesem handelt es sich um das Emittentenrisiko. Dieses ist immer dann vorhanden, wenn man durch den Kauf des Wertpapieres Forderungen einem dritten Gegenüber erlangt.

Dieser kann nämlich während der Laufzeit Pleite gehen und somit die Forderungen nicht mehr erfüllen. Das Wertpapier ist dann wertlos. Meistens sind die Emittenten von solchen Wertpapieren Banken, die generell ein erhöhtes Risiko aufweisen und daher sollte man dieses Risiko nicht vernachlässigen.